Jap, mich hat wieder das Thema out of comfort zone gepackt… Diesmal aber nicht alleine. Dass ich mich für Psychologie interessiere, sollte jeder mittlerweile wissen. Es könnte ja sein, ich habe es das ein oder andere Mal erwähnt
Dass ich mich auch gern auf Instgram rumtreibe, sollte auch jedem aufgefallen sein. Beides zusammen führt zwangsweise dazu, dass ich auf Veranstaltungen rund um Psychologie-Themen aufmerksam gemacht werde. Also kam es vor ein paar Wochen dazu, dass ich den Podcast von Franca Cerutti entdeckt habe und sie einem per Instagram-Story mitteilte, dass sie in Nürnberg – im Zuge des BR Podcast Festivals – live zu sehen sein wird. Der Podcast nennt sich übrigens „Psychologie to go!“.
Die Überlegung kam: Fahre ich alleine dahin? Frage ich jemanden, ob er mit kommt? Macht es überhaupt Sinn, zwei einhalb Stunden für einen Abend zu fahren? Nein, ja und ja. So viel kann ich sagen. Es wurde kurzerhand zu einem Mutter-Tochter-Ausflug (ja, sowas gibt es bei uns noch) und wir sind eine Nacht in Nürnberg geblieben. Leute, ich kann euch sagen, es war die richtige Entscheidung. Franca Cerutti ist Dipl. Psychologin und war an diesem Abend mit ihrem Mann, der als Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie arbeitet, live zu sehen. Es ging um das Thema „Kommunikation“. Eigentlich ein Thema, was mich gar nicht sooooo sehr interessiert, aber die beiden haben es geschafft, dass der ganze Saal einfach völlig interessiert nach vorn geschaut und zugehört hat. Kennt ihr zum Beispiel das 5:1-Prinzip? Dabei geht es darum, einem Menschen positive Dinge zu sagen. Nämlich im Verhältnis 5:1. Also 5 (es müssen nicht zwingend 5 sein) positive Aspekte, die derjenige heute gemacht hat, oder wie er aussieht und dann nur 1 negativen Aspekt. Beispielsweise in einer Beziehung: Der Partner war einkaufen, hat Staub gesaugt und Öl im Auto nachgefüllt, aber er hat vergessen, den Müll rauszuschaffen. Statt jetzt los zu wettern und ihm nur zu sagen, was er vergessen hat und was einem gerade nicht passt, einfach auch mal sagen, dass man dankbar ist, für die Dinge, die er getan hat (ich weiß, muss ich auch noch lernen).
Oder kennt ihr die „5 Sprachen der Liebe“? Gehört hatte ich schon davon, aber wie diese heißen, das wusste ich auch nicht. Da hätten wir zum einen nämlich „Worte“. man drückt also seine Liebe durch Worte aus. Die zweite „Sprache“ ist Zeit, also Quality time zu zweit. „Sprache der Liebe“ Nummer 3: Geschenke. Wir reden hier also wirklich von Geschenken, wie zu Weihnachten. Nummer 4 sind die sogenannten Diensthandlungen. Da geht es um Sachen wie oben im Beispiel, also mal einkaufen, aufräumen oder den Ölstand im Auto für den anderen kontrollieren. Die letzte und damit 5. Sprache der Liebe ist körperliche Nähe – braucht vermutlich keine nähere Erläuterung
Wichtig ist dabei aber auch zu wissen, dass nicht jeder Mensch gleich alle 5 Sprachen haben muss. Wir haben alle ein bisschen von allen, aber die eine Sprache ist ausgeprägter, als eine andere. Man kann natürlich auch zwei oder drei Sprachen sehr ausgeprägt haben. Tatsächlich kann es wohl auch funktionieren, wenn man als Paar völlig unterschiedliche „Sprachen der Liebe“ spricht. Man sollte zumindest schon mal die des Partners kennen, dann kann man sich quasi darauf einstellen und weiß, warum der andere vielleicht nicht unbedingt Worte für seinen Ausdruck für Liebe nutzt, sondern viel eher Geschenke.
Abschließend kann man sagen, es war ein total aufschlussreicher Abend und auch für Nicht-Psychologie-Interessierte lohnenswert.
Außerdem kann ich sagen, ja, es lohnt sich auch mal ein paar Kilometer weiter zu fahren, wenn man etwas hat was einen interessiert. Immerhin hatten wir gleich noch einen super schönen Tag in Nürnberg. Für viele mag es anfangs verrückt klingen, 2,5 Stunden zu fahren, um sich quasi einen Podcast anzuhören. Aber diejenigen müsst ihr ja nicht mitnehmen
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